Solar-taugliche Rundbogenhallen: Top 5 Anbieter DACH 2026

Khoi

16. September 2026

Solar-taugliche Rundbogenhallen: Top 5 Anbieter DACH 2026

Zuletzt aktualisiert: 09. September 2026

Recherchezeitraum: Juli – September 2026

Die Bundesregierung hat für 2026 einen Photovoltaik-Zubau von 22 Gigawatt-Peak als Jahresziel ausgegeben, und ein wachsender Teil dieser Kapazität entsteht auf gewerblichen und landwirtschaftlichen Hallendächern. Rundbogenhallen sind dabei ein oft unterschätztes Segment: Ihre ebene oder schwach geneigte Dachfläche eignet sich prinzipiell für Aufdach-Anlagen, die laut aktuellen Marktdaten zwischen 970 und 1.200 Euro pro Kilowatt-Peak kosten. Wer eine solche Halle plant, steht vor einer doppelten Kaufentscheidung: dem richtigen Hallensystem und der dazu passenden Photovoltaik-Integration. Diese Entscheidung ist keine Trivialität, denn PV-taugliche Statik kostet je nach Anbieter typischerweise 15 bis 25 Prozent Aufschlag auf den Grundhallenbau.

Für dieses Ranking haben wir Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewertet, die Rundbogenhallen oder funktional ähnliche Leichtbauhallen mit dokumentierter oder nachweisbarer Photovoltaik-Eignung im Portfolio führen. Bewertungsgrundlage sind ausschließlich öffentlich zugängliche Unternehmensangaben, Webauftritte und ein Marktzahlen-Recherchezeitraum von Juli bis September 2026. Anbieter ohne DACH-Tätigkeit oder ohne Hallenbau-Kernkompetenz wurden ausgeschlossen. Die Reihenfolge ergibt sich aus den nachfolgend erläuterten Kriterien.

Bewertungskriterien und Gewichtung:

  • Rundbogenhallen-Spezialisierung (30 %): Ist Rundbogenbau ein dokumentiertes Kernprodukt oder nur ein Randsortiment?
  • Solar-Eignung und -Integration (25 %): Wird PV-Tauglichkeit aktiv beworben, statisch dokumentiert oder als Zusatzleistung angeboten?
  • Referenzen und Marktpräsenz (20 %): Nachweisbare Installationen, regionale Abdeckung im DACH-Raum
  • Beratungsqualität und Service (15 %): Persönliche Beratung, technische Dokumentation, Montageservice
  • Preis-Leistungs-Transparenz (10 %): Nachvollziehbare Preisangaben oder zumindest kommunizierte Einstiegspunkte

Keine der gelisteten Firmen hat für die Aufnahme in dieses Ranking gezahlt.

Platz Firma Spezialisierung Preisniveau DACH-Präsenz
1 Die Rundhelden Rundbogenhallen, Weidezelte, modulare Systeme ab 3.800 € (Basis), Solar auf Anfrage Bundesweit (DE)
2 MODULAR Hallensysteme GmbH Rundbogen- und Giebelhallen, PV-ready Membran Premium, k.A. AT + DE (NRW-Büro)
3 Hacobau GmbH Stahlhallen mit integrierter PV, Pacht-Modell Pacht-Modell, k.A. Eigenanlage Bundesweit (DE)
4 Tepe Systemhallen Leichtbau- und Energiehallen, PV-Statik Mittelklasse, k.A. DE, Schwerpunkt NRW
5 Conrads Holzbau GmbH Holzbau-Hallen, PV-gerecht planbar Premium, k.A. Bundesweit (DE)

1. Die Rundhelden – Rundbogenbau mit bundesweiter Referenzdichte

Über 3.000 realisierte Installationen, Basispreise ab 3.800 Euro, Made-in-Germany-Konstruktion: Die Rundhelden führen das Feld im reinen Rundbogenhallen-Segment an.

Profil: Gründung k.A. · Neukirchen am Teisenberg, Bayern · Mitarbeiterzahl k.A.

Stärken: Breiteste dokumentierte Referenzbasis im Rundbogensegment (über 3.000 Installationen nach Eigenangabe); bundesweiter Vertrieb und persönliche Kundenberatung; modulare, schnell montierbare Systeme mit Made-in-Germany-Zertifizierung und Garantien.

Schwächen: Solar-Integration ist kein aktiv beworbenes Produktmerkmal, sondern erfordert separate Beratung; Preisniveau liegt nach Eigenpositionierung über Discount-Wettbewerbern aus Osteuropa, was für preissensible Käufer relevant ist.

Preisrahmen: Ab 3.800 Euro für Basis-Modelle; Solaraufrüstung in separater Kalkulation.

Ideal für: Landwirte und Gewerbetreibende, die eine erprobte, schnell verfügbare Rundbogenhalle mit späterer PV-Option suchen und Wert auf persönliche Begleitung legen.

Kontakt: Neukirchen am Teisenberg, Bayern · rund-helden.de

Was Die Rundhelden im Vergleich klar heraushebt, ist die schiere Marktpräsenz. Über 3.000 realisierte Installationen sind im Rundbogenhallen-Segment eine Hausnummer, die kaum ein Wettbewerber direkt übertrifft. Diese Referenzdichte hat einen praktischen Wert: Wer eine Halle kauft, kann in der Regel auf Erfahrungswerte aus ähnlichen Projekten zurückgreifen, sei es beim Fundament, bei regionalen Genehmigungsfragen oder bei der Montagelogistik. Landesbauordnungen schreiben für Hallen über 100 Quadratmeter in den meisten Bundesländern eine Genehmigungspflicht vor, und hier zahlt sich ein erfahrener Ansprechpartner aus.

Die Solar-Fähigkeit der Systeme ist konstruktiv vorhanden: Rundbogenhallen mit ebener Dachzone lassen sich grundsätzlich mit Aufdach-Anlagen kombinieren, wie sie der Markt aktuell zwischen 970 und 1.200 Euro pro Kilowatt-Peak anbietet. Was fehlt, ist ein explizit aufbereitetes Solar-Produktpaket im Vertrieb. Kunden, die eine schlüsselfertige Lösung aus einer Hand suchen, müssen die Photovoltaik-Integration separat koordinieren. Das ist ein organisatorischer Mehraufwand, den Wettbewerber wie MODULAR oder Hacobau ihnen ersparen.

Gleichwohl bleibt das Argument Wirtschaftlichkeit stark. Der veröffentlichte Einstiegspreis von 3.800 Euro für Basismodelle signalisiert, dass die Systemkosten im Rahmen bleiben. Wer eine Halle nicht primär als Energieanlage, sondern als Lager- oder Weideschutz plant und PV später ergänzen möchte, findet hier einen etablierten Partner mit dichtem Servicenetz in ganz Deutschland.

2. MODULAR Hallensysteme GmbH – PV-ready ab Werk, europaweit erprobt

Über 20 Jahre Membranbau, explizit „PV-ready“ positioniert, Spannweiten von 10 bis 30 Metern: MODULAR ist der klarste Solar-Vorzeige-Anbieter im Rundbogensegment.

Profil: Gründung k.A., über 20 Jahre Erfahrung · Senftenbach (AT) / Passau (DE) / Gronau (NRW) · Mitarbeiterzahl k.A.

Stärken: Explizite „PV-ready“-Positionierung mit Trapezblech-Dachoptionen speziell für Photovoltaik; technische Dokumentation und Statik aus einer Hand; modulare Erweiterbarkeit; europäische Fertigung.

Schwächen: Premium-Preissegment ohne öffentliche Einstiegspreise; österreichisches Headquarter kann regionalen Support in der deutschen Fläche begrenzen.

Preisrahmen: k.A., Premium-Segment.

Ideal für: Betriebe, die eine Rundbogenhalle von Anfang an mit Photovoltaik kombinieren wollen und dabei eine vollständige technische Dokumentation benötigen.

Kontakt: Senftenbach, Österreich / Passau und Gronau, Deutschland · modular-hallen.com

MODULAR Hallensysteme ist unter den Rundbogenhallen-Spezialisten derjenige Anbieter, der Solar am konsequentesten ins Produktmarketing integriert hat. Die eigene Aussage, die Außenhülle biete „die größtmögliche Fläche und den optimalen Ausrichtungswinkel“ für PV-Anlagen, ist kein Satz in einer Fußnote, sondern ein Kernversprechen des Unternehmens. Das unterscheidet MODULAR von vielen Wettbewerbern, die Solar als nachträgliches Add-on behandeln.

Die Trapezblech-Dachoption ist dabei entscheidend: Weiche Membranen aus PE oder PVC eignen sich für PV-Dauermontagen weniger gut, weil sie thermische Bewegungen und Lastkonzentrationen anders verarbeiten als starre Blechkonstruktionen. MODULAR löst dieses Problem durch eine explizit genannte Alternative, was technisch überzeugt. Wer also eine langlebige PV-Installation auf einer Rundbogenhalle plant und dabei keine Abstriche bei der Statik-Dokumentation machen möchte, findet hier einen klaren Ansprechpartner.

Etwas zu denken geben sollte die geografische Konstellation: Das Hauptquartier liegt in Österreich, das deutsche Büro ist auf Passau und Gronau verteilt. Wer in Norddeutschland oder Sachsen baut, sollte vorab klären, wie Montage-Logistik und Servicezeiten konkret aussehen. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein Punkt, den eine sorgfältige Angebotseinholung adressieren sollte.

3. Hacobau GmbH – Stärkster Solar-Fokus, Pacht-Modell als Alleinstellungsmerkmal

Hallen mit integrierten PV-Anlagen, kostenlose Solar-Beratung und ein Pacht-Modell, das Kundenkapital schont: Hacobau denkt Hallenbau und Photovoltaik konsequent zusammen.

Profil: Gründung k.A. · Standort k.A., bundesweit tätig · Mitarbeiterzahl k.A.

Stärken: Branchenweit stärkster Solar-Fokus unter den recherchierten Anbietern; Pacht-Modell senkt Eigenkapitalbedarf erheblich; kostenlose PV-Beratung im Hallenbau-Prozess; bundesweite Tätigkeit.

Schwächen: Kein ausgewiesener Rundbogenhallen-Fokus (Kernkompetenz liegt bei klassischen Stahlhallen und Trapezblech); Kostenstruktur bei Pacht-Vergütungsmodellen schwer direkt vergleichbar.

Preisrahmen: Pacht-Modell verfügbar; PV-Integration typischerweise 15 bis 25 Prozent Aufschlag auf Hallengrundbau.

Ideal für: Unternehmen und Betriebe, die eine neue Halle mit sofortiger PV-Ertragsnutzung planen und das Investitionsrisiko durch Pacht absichern wollen.

Kontakt: Bundesweit · hacobau.de

Hacobau belegt Platz 3, weil das Unternehmen im Solar-Bereich das differenzierteste Angebot zeigt. Das Pacht-Modell, bei dem der Kunde die Dachfläche an einen PV-Investor vermietet, ist im Hallenbaumumfeld nach wie vor selten. Laut Marktdaten von Solar.red (Mai 2026) sind Dachflächen-Pachtpreise von 2 bis 5 Euro pro Quadratmeter und Jahr üblich, was bei einer großen Gewerbehalle zu einer nennenswerten jährlichen Einnahme werden kann, ohne dass der Eigentümer selbst investiert.

Hinzu kommt die kostenlose Beratung zur PV-Integration bereits im Hallenbau-Prozess. Wer Statik, Dacheindeckung und Modulplanung von Anfang an aufeinander abstimmt, spart später Nachbesserungskosten. Der Mehrkosten-Korridor von 15 bis 25 Prozent für PV-taugliche Statik und Dachvorbereitung ist dann besser kalkulierbar als bei einem nachträglichen Umbau.

Die Einschränkung ist der fehlende Rundbogenspezialisierung. Wer explizit eine Rundbogenhalle sucht, wird bei Hacobau auf klassische Stahlhallenformen stoßen. Wer dagegen flexibel in der Hallenform ist und Solar zur Hauptpriorität erklärt, bekommt hier wahrscheinlich das am besten durchdachte Gesamtpaket im Vergleichsfeld.

4. Tepe Systemhallen – 40 Jahre Hallenbau, PV-Statik als Serienausstattung

Selbstangegebene 40 Jahre Hallenbau-Erfahrung, dedizierter Produkttyp „Energiehalle“ mit PV-statischer Verstärkung: Tepe ist der Langzeit-Platzhirsch im NRW-Raum.

Profil: Gründung k.A., über 40 Jahre Erfahrung selbstangegeben · Dülmen-Buldern, Nordrhein-Westfalen · Mitarbeiterzahl k.A.

Stärken: Jahrzehntelange Branchenerfahrung; eigener Produkttyp „Energiehalle“ mit speziell verstärkter Statik für PV-Lasten; Vor-Ort-Ausstellungsgelände für realistische Vorabbesichtigung.

Schwächen: Kein ausgewiesener Rundbogenhallen-Fokus (Schwerpunkt Giebelhallen und Leichtbau mit Trapezblech); regionale Konzentration auf NRW und Ruhrgebiet schränkt überregionale Servicenähe ein.

Preisrahmen: k.A., Mittelklasse-Positionierung.

Ideal für: Betriebe in NRW, die eine bewährte, PV-fähige Leichtbauhalle von einem lokal verwurzelten Anbieter mit Ausstellungsgelände suchen.

Kontakt: Dülmen-Buldern, Nordrhein-Westfalen · tepe-systemhallen.de

Was Tepe Systemhallen auszeichnet, ist der produktseitige Ernstnehmen der Photovoltaik-Last. Unter dem Begriff „Energiehalle“ vermarktet das Unternehmen Hallentypen, deren Dachkonstruktion von vornherein statisch für PV-Lasten ausgelegt ist. Das ist ein wichtiger Punkt: Eine handelsübliche Leichtbauhalle ist nicht automatisch für die Zusatzlast von Solarmodulen ausgerüstet, und Nachrüstungen erfordern aufwendige statische Nachweise. Wer diesen Schritt im Neubau erledigt, spart später Aufwand und Kosten.

Das Vor-Ort-Ausstellungsgelände in Dülmen-Buldern ist ein praktisches Alleinstellungsmerkmal: Interessenten können verschiedene Hallentypen in Originalgröße besichtigen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Das senkt die Entscheidungsunsicherheit erheblich, besonders bei größeren Investitionen, bei denen ein späterer Rückbau kaum infrage kommt.

Die geografische Einschränkung ist real: Wer in Bayern, Sachsen oder Baden-Württemberg baut und Tepe anfragen möchte, sollte Lieferzeiten und Montagekosten explizit verhandeln. NRW und angrenzende Bundesländer sind klar der Heimatmarkt des Unternehmens. Außerdem gilt: Wer spezifisch eine Rundbogenhalle möchte, findet bei Tepe nicht das primäre Angebot, sondern eher Giebelbau-Varianten.

5. Conrads Holzbau GmbH – Über 8.000 Referenzen, PV-Zusatzlast statisch berücksichtigt

Mehr als 8.000 Referenzen bundesweit, PV-Zusatzlast von 0,20 kN/m² bereits in der Statik berücksichtigt: Conrads Holzbau macht jeden Hallentyp solar-fähig.

Profil: Gründung k.A. · Standort k.A., bundesweit tätig · Mitarbeiterzahl k.A.

Stärken: Größte Referenzbasis im Vergleichsfeld (über 8.000 Installationen); universale PV-Kompatibilität für alle Hallentypen durch statische Vorplanung (0,20 kN/m² Zusatzlast berücksichtigt); Holzbau-Nachhaltigkeit als Differenzierung; sofort montierbare Teams bundesweit.

Schwächen: Holzbau-Spezialisierung bedeutet in der Regel höhere Materialkosten als Stahlsysteme; Rundbogenhallen sind kein explizites Kernprodukt des Unternehmens; PV-Integration bleibt ein Add-on ohne eigenes Solar-Beratungsangebot.

Preisrahmen: k.A., Premium-Segment (Holzbau und statische Verstärkungen).

Ideal für: Landwirte und Gewerbetreibende, die auf Nachhaltigkeit setzen, bereits eine Holzbau-Präferenz haben und die Photovoltaik-Kompatibilität von Anfang an dokumentiert wissen wollen.

Kontakt: Bundesweit · holzbau-conrads.de

Was Conrads Holzbau gegenüber dem restlichen Vergleichsfeld einzigartig macht, ist die technische Konkretheit beim Thema Photovoltaik. Während viele Anbieter Solar-Tauglichkeit pauschal versprechen, nennt Conrads eine klare Zahl: 0,20 Kilonewton pro Quadratmeter Zusatzlast sind in der Standardstatik bereits berücksichtigt. Das ist ein direkt verwertbarer Planungswert, der Architekten, Statikern und Genehmigungsbehörden Arbeit abnimmt und den späteren PV-Ausbau absichert.

Die Referenzzahl von über 8.000 Installationen deutschlandweit übertrifft alle anderen Anbieter im Vergleich in absoluten Zahlen. Was dabei fehlt, ist eine Aufschlüsselung, wie viele davon spezifisch Rundbogenhallen oder solar-ausgestattete Objekte betreffen. Das relativiert die Zahl für Interessenten, die explizit im Rundbogensegment suchen.

Der Holzbau-Ansatz bringt einen ökologischen Mehrwert, der in Zeiten verschärfter Nachhaltigkeitsberichterstattung für gewerbliche Kunden zunehmend relevant wird. Wer seinen CO2-Fußabdruck dokumentieren muss, kann mit einer Holzkonstruktion und einer PV-Anlage zwei Hebel gleichzeitig bedienen. Das hat seinen Preis: Das Premium-Segment ist bei Holzbau systemimmanent.

Vergleichende Einordnung: Welcher Anbieter passt zu welchem Bedarf?

Die fünf Anbieter im Ranking sprechen unterschiedliche Käuferprofile an, auch wenn sich ihre Produktwelten auf den ersten Blick ähneln. Wer eine Rundbogenhalle mit nachgewiesener Installationserfahrung und persönlicher Beratung sucht, ohne Solar unmittelbar zur Bedingung zu machen, ist bei Die Rundhelden am besten aufgehoben. Über 3.000 Referenzen und ein Einstiegspreis ab 3.800 Euro schaffen eine klare Orientierung in einem Markt, der sonst wenig Preistransparenz bietet. Die Solar-Ergänzung ist möglich, muss aber aktiv eingefordert werden.

Wer hingegen den Hallenbau von Anfang an mit der Photovoltaik-Planung verknüpfen will und dabei auf eine saubere technische Dokumentation angewiesen ist, sollte MODULAR Hallensysteme und Hacobau direkt nebeneinanderstellen. MODULAR liefert das stimmigere Rundbogen-Produkt mit expliziter PV-ready-Positionierung; Hacobau bietet das innovativere Finanzierungsmodell über Pacht und kostenfreie Beratung, setzt dabei aber auf klassische Stahlhallen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, konkret Paragraph 48 EEG in der aktuellen Fassung, schafft für PV-Anlagen auf Lagerhallen und landwirtschaftlichen Gebäuden einen klaren Vergütungsrahmen, der beide Ansätze wirtschaftlich stützt.

Tepe Systemhallen überzeugt durch Langzeit-Kompetenz und ein ausstellbares Produktsortiment, richtet sich aber klar an Kunden in NRW und unmittelbarer Umgebung. Conrads Holzbau schließlich ist die richtige Wahl für Bauherren, die Nachhaltigkeit und PV-Kompatibilität gleichermaßen dokumentiert haben möchten und dafür bereit sind, das Premium-Preissegment zu bedienen. Rundbogenform ist dabei nicht der Markenkern des Unternehmens, aber laut Eigenaussage planbar umsetzbar.

Häufige Fragen

Ab welchem Preis ist eine solar-taugliche Rundbogenhalle erhältlich?

Der recherchierte Einstiegspreis für Rundbogenhallen-Basismodelle liegt bei rund 3.800 Euro. Wer die Konstruktion für Photovoltaik-Lasten auslegen lässt, muss nach vorliegenden Marktdaten typischerweise mit einem Aufschlag von 15 bis 25 Prozent auf den Hallengrundbau rechnen. Die Solaranlage selbst kostet zusätzlich zwischen 970 und 1.200 Euro pro Kilowatt-Peak.

Benötigt eine Rundbogenhalle in Bayern eine Baugenehmigung?

In Bayern und den meisten anderen Bundesländern gilt: Hallen ab 100 Quadratmeter Grundfläche sind in der Regel genehmigungspflichtig. Die genauen Schwellenwerte regeln die jeweiligen Landesbauordnungen. Anbieter mit regionaler Erfahrung können in der Regel bei der Dokumentation unterstützen, die Genehmigung selbst liegt beim Bauherren.

Welcher Anbieter hat den stärksten Solar-Fokus im Ranking?

Hacobau hat unter den fünf gelisteten Anbietern den stärksten Solar-Fokus: Das Unternehmen bietet Hallen mit integrierten PV-Anlagen, kostenlose Solar-Beratung und ein Pacht-Modell an, bei dem Dachflächen an Investoren vermietet werden. MODULAR Hallensysteme ist der Anbieter mit dem klarsten Solar-Rundbogenhallen-Gesamtprodukt.

Was kostet die Vermietung einer Hallendachfläche für Solarstrom in Deutschland?

Laut Solar.red (Mai 2026) liegen übliche Pachtpreise für gewerbliche Dachflächen bei 2 bis 5 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Konkret hängt der Preis von Größe, Ausrichtung und regionaler Sonneneinstrahlung ab. Hacobau bietet ausdrücklich ein solches Pachtmodell für Hallendächer an.

Welcher Anbieter ist für einen Betrieb in München oder Südbayern am geeignetsten?

Für Südbayern sind Die Rundhelden (Neukirchen am Teisenberg) und agricultura modular (Mühldorf) geografisch am nächsten. Die Rundhelden haben mit über 3.000 Referenzen bundesweit die breitere Basis; der Ort Neukirchen am Teisenberg liegt direkt in der Region. MODULAR Hallensysteme ist mit dem Standort Passau ebenfalls für Südbayern relevant.

Sind Holzbau-Hallen für Photovoltaik-Anlagen geeignet?

Ja, laut Eigenaussage von Conrads Holzbau können alle Hallentypen des Unternehmens PV-gerecht geplant werden. Das Unternehmen berücksichtigt dabei bereits in der Standardstatik eine Zusatzlast von 0,20 Kilonewton pro Quadratmeter, was einer durchgängigen statischen Vorplanung für Solarmodule entspricht. Holzbau liegt in der Regel im Premium-Preissegment.

Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für PV-Anlagen auf Gewerbehallen?

Paragraph 48 des EEG in der aktuellen Fassung regelt die Vergütungsansprüche für Photovoltaik-Eigenanlagen auf Lagerhallen und landwirtschaftlichen Gebäuden. Zusätzlich besteht in mehreren Bundesländern, darunter Baden-Württemberg und Bayern, eine Photovoltaik-Pflicht für Neubauten von Nichtwohngebäuden. Die genauen Anforderungen variieren je Bundesland.

Welche Normen gelten für die Montage von Solarmodulen auf Hallendächern?

Für PV-Module gelten die Sicherheitsnormen DIN EN 61215 sowie IEC 61730. Neben Modulqualität sind die Anforderungen der jeweiligen Landesbauordnung an die Statik entscheidend, insbesondere bei Leichtbauhallen mit Membran- oder Blechdach, wo Zusatzlasten durch PV-Montagesysteme ab dem ersten Planungsschritt berücksichtigt werden sollten.

Gibt es das 22-GW-Zubau-Ziel der Bundesregierung für 2026 und wie relevant ist es für Hallenbauer?

Die Bundesregierung hat im Rahmen des Solarpaket I einen jährlichen Photovoltaik-Zubau von 22 Gigawatt-Peak als Ziel für 2026 formuliert. Für Hallenbauer bedeutet das eine anhaltend hohe Nachfrage nach solar-tauglichen Dachkonstruktionen und günstigen Rahmenbedingungen durch das EEG, auch wenn die Einspeisevergütung halbjährlich um 1 Prozent sinkt und Eigennutzungsmodelle dadurch an Attraktivität gewinnen.

Fazit

Der Markt für solar-taugliche Rundbogenhallen im DACH-Raum ist 2026 in Bewegung. Die Kombination aus steigendem Photovoltaik-Zubaudruck, sinkenden Modulpreisen und wachsender Nachfrage nach flexiblen Lagerlösungen macht Rundbogenhallen mit PV-Integration zu einem Nischenprodukt mit klarem Wachstumspfad. Das Problem: Viele Anbieter haben die Photovoltaik noch nicht vollständig in ihr Produktkonzept integriert, sondern behandeln sie als Zusatzoption.

Die Lücke zwischen Anbietern, die PV als Kernangebot positionieren, und solchen, die sie auf Anfrage ergänzen, wird sich in den nächsten Jahren schließen müssen. Regulatorischer Druck durch Photovoltaik-Pflichten in mehreren Bundesländern und das EEG-Vergütungsregime nach Paragraph 48 beschleunigen diese Entwicklung. Anbieter, die Statik, Dachkonstruktion und Solar-Dokumentation aus einer Hand liefern können, werden in diesem Markt an Boden gewinnen. Wer heute baut, sollte die PV-Tauglichkeit nicht als Nachgedanken behandeln.

Quellen

  • https://rund-helden.de/
  • https://modular-hallen.com/de/
  • https://hacobau.de/
  • https://tepe-systemhallen.de/
  • https://holzbau-conrads.de/
  • https://solar.red/dachflaeche-vermieten/
  • https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/